{"id":209,"date":"2020-04-21T09:20:27","date_gmt":"2020-04-21T07:20:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/?page_id=209"},"modified":"2022-03-03T18:10:26","modified_gmt":"2022-03-03T17:10:26","slug":"feldpostbrief-19-6-1942-odessa-russland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/feldpostbriefe\/feldpostbrief-19-6-1942-odessa-russland\/","title":{"rendered":"Feldpostbrief vom 19.6.1942 &#8211; Konstantinowka \/ Ukraine &#8211; Beginn der deutschen Sommeroffensive 1942"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"209\" class=\"elementor elementor-209\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9bad84e elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"9bad84e\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-a4ac70f\" data-id=\"a4ac70f\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c1921cc elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c1921cc\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Liebe Mutter und liebe Lisl!<\/p><p>Vor allem viele herzliche Gr\u00fc\u00dfe und hoffentlich seid ihr gesund und wohlauf. Mir geht es auch noch gut und bin bis auf vor\u00fcbergehende Erscheinungen wie Kopfweh, Durchfall, usw. auch gesund. Nun sind es schon wieder fast vier Wochen, dass wir Ohlau verlie\u00dfen und trennen uns jetzt dreitausend Kilometer. Wir fuhren am 24. Mai vormittags in Stadlau. Urspr\u00fcnglich hie\u00df es, dass wir einen l\u00e4ngeren Aufenthalt und zwar in Wien Nordbahnhof hatten. Deshalb habe ich euch auch telegrafiert. Dann allerdings fuhren wir ostw\u00e4rts Wien vorbei und ich konnte gerade schnell einen Anruf zu Lisitante machen. Habe mit Alois gesprochen, aber nur ganz kurz, weil wir st\u00e4ndig unterbrochen wurden und wir ja auch blo\u00df nur einige Minuten Aufenthalt hatten. Wir fuhren dann \u00fcber Bruck an der Leitha weiter und passierten bereits um 14 Uhr die ungarische Grenze. Damit war es auch mit dem sch\u00f6nsten Teil unserer weiten Reise vor\u00fcber. Ab nun war ja nur mehr Ebene und w\u00fcrde die Gegend immer eint\u00f6niger und trostloser. Gerade noch ein St\u00fcck ungarische Weingegend und dann in Rum\u00e4nien die <a title=\"Bukowina\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bukowina\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Bukowina<\/a> haben mir gefallen. Zu Letzterer sahen wir auch die <a title=\"Karpaten\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karpaten\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Karpaten<\/a>, deren Gipfel noch schneebedeckt waren. Von gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten sahen wir blo\u00df Budapest, doch war hier schon Nacht, dann <a title=\"Debrecen\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Debrecen\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Debrecen<\/a>, <a title=\"Ia\u0219i\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ia%C8%99i\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ia\u0219i<\/a> und <a title=\"Kischinew\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chi%C8%99in%C4%83u\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Kischinew<\/a>. Und so waren wir auch schon wieder in Russland angelangt. Zuerst fuhren wir Richtung Odessa weiter, bogen aber dann nach Nordosten ab nach <a title=\"Kirowograd\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kropywnyzkyj\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Kirowograd<\/a>, wo ich im Vorjahre bereits war. Am 3. Juni wurden wir mit unseren Pferden in <a title=\"Saporischschja\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saporischschja\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Saporischschja<\/a> ausgeladen und ab hier gingen wir in Richtung <a title=\"Dnipropetrowsk\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dnipro\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Dnipropetrowsk<\/a> im Marsch. Erst hier konnten wir den <a title=\"Dnjepr\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dnepr\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Dnjepr<\/a> \u00fcberschreiten, weil in Saporischschja die Br\u00fccken gesprengt waren. So reiten und fahren wir jetzt fast vierzehn Tage und liegen knapp vor <a title=\"Stalino\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Donezk\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Stalino<\/a>. <a title=\"Konstantinowka\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kostjantyniwka\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">Konstantinowka<\/a> hei\u00dft die kleine dreckige Stadt von der aus ich die erste Gelegenheit habe Euch zu schreiben. Vorerst sollte hier unser Ziel sein und wir von hier weg unseren Einheiten eingeteilt werden nun m\u00fcssen wir die Pferde aber direkt zur Division bringen, also noch ein paar Tagesm\u00e4rsche weiter vor. Wir hatten auch schon einige Fliegerangriffe, die Front ist nimmer weit und so haben wir tags\u00fcber Ruhe und marschieren ab jetzt bei Nacht. Es ist auch wegen der Witterung besser, da es tropisch hei\u00df ist und viele starke Gewitter mit Blitz und Hagel niedergehen. Beim Einmarsch in Dnipropetrowsk \u00fcberraschte uns ein Wolkenbruch, dass alle Pferde scheuten und nur mit gr\u00f6\u00dfter M\u00fche vor dem Ausrei\u00dfen zu halten waren. Auch mit Wasser und Verpflegung hat es einige Schwierigkeiten und arg ist die Insektenplage. Sonst im Allgemeinen kommen wir, die wir vor einigen von Pferden noch nichts verstanden mit diesem ganz gut weiter. Die Bahnfahrt freilich hatten wir wenig Ruhe und in meinem Waggon hatten wir sogar einen Koliker, der bald eingegangen w\u00e4re. Schlie\u00dflich kam er aber doch davon. Jetzt wird es halt immer dreckiger und \u00f6der und bald sind wir wieder ganz am Feind heran, bei unseren Kameraden, die viele den Winter hier durchgehalten haben und noch immer vorne sind. Viele sind aber schon abgel\u00f6st und waren auch auf Heimaturlaub. In K\u00fcrze wird sicher die gro\u00dfe Offensive beginnen und da wir die G\u00e4ule abgeben, sind auch wir schon dabei. Der Russe kann sich wieder auf was gefasst machen und er wird es ja bereits. F\u00fcr uns hoffen wir halt das Beste. Nun liebe Mutter und Lisl mache ich f\u00fcr heute Schluss und schreibe euch in K\u00fcrze, bis wir eine neue Feldpostnummer haben, wieder viele 1.000 Gr\u00fc\u00dfe und K\u00fcsse, bis dahin euer Toni<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-aede618 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"aede618\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2c3f290\" data-id=\"2c3f290\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-94f0a65 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"94f0a65\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Der originale Feldpostbrief<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-7710231 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"7710231\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-87e4d71\" data-id=\"87e4d71\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-inner-section elementor-element elementor-element-8549ebb elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"8549ebb\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-inner-column elementor-element elementor-element-65cd127\" data-id=\"65cd127\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c64c0ec elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"c64c0ec\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure class=\"wp-caption\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland.jpg\" data-elementor-open-lightbox=\"yes\" data-elementor-lightbox-title=\"Feldpostbrief von Anton Steinacher vom 19. Juni 1942 aus Odessa Russland\" data-e-action-hash=\"#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6NjczLCJ1cmwiOiJodHRwczpcL1wvd3d3Lm1hcmt1cy1zdGVpbmFjaGVyLmF0XC9mZWxkcG9zdFwvd3AtY29udGVudFwvdXBsb2Fkc1wvMjAyMlwvMDJcL0ZlbGRwb3N0YnJpZWYtQW50b24tU3RlaW5hY2hlci0xOTA2MTk0Mi1PZGVzc2EtUnVzc2xhbmQuanBnIn0%3D\">\n\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-673\" alt=\"Feldpostbrief Anton Steinacher 19.6.1942 Odessa Russland\" srcset=\"https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland.jpg 1200w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-1024x538.jpg 1024w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-768x403.jpg 768w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-920x483.jpg 920w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-230x121.jpg 230w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-350x184.jpg 350w, https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-480x252.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figcaption class=\"widget-image-caption wp-caption-text\">Fotografie des originalen Feldpostbriefes von Anton Steinacher vom 19.6.1942<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-inner-column elementor-element elementor-element-a34c5b0\" data-id=\"a34c5b0\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-344be65 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"344be65\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure class=\"wp-caption\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.markus-steinacher.at\/feldpost\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Feldpostbrief-Anton-Steinacher-19061942-Odessa-Russland-Absender.jpg\" data-elementor-open-lightbox=\"yes\" data-elementor-lightbox-title=\"Feldpostbrief von Anton Steinacher vom 19. 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Die Zugstrecke hatte in etwa eine L\u00e4nge von 1.500 Kilometer. Der Marsch bis nach Konstantinowka war in etwa 300 Kilometer lang.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d01642a elementor-widget elementor-widget-html\" data-id=\"d01642a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"html.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<iframe src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/u\/1\/embed?mid=1OnKvOWs2NJGTEFGqEsNe9E1pdcY7baso&ehbc=2E312F\" width=\"640\" height=\"480\"><\/iframe>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-49a3b55 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"49a3b55\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Eine Spur im Rahmen der Nachforschung weist darauf hin, dass sich Anton Steinacher w\u00e4hrend der deutschen Sommeroffensive 1942 in der <a href=\"https:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanteriedivisionen\/257ID.htm\">257. Infanterie-Division<\/a> befunden hat. Dies geht aus folgenden Zeilen hervor:<\/p><p><em>&#8222;Schlie\u00dflich erreichte sie das Donezbecken zwischen Sslawjansk und Isjum. In diesem Raum k\u00e4mpfte die Division anschlie\u00dfend bis Juli 1942. Im Juli 1942 wurde die Division aus der Front gezogen und nach Frankreich auf den Truppen\u00fcbungsplatz Mourmelon verlegt, wo sie aufgefrischt wurde. Im September 1942 verlegte die Division in die Champagne und im Oktober 1942 in den Raum Brest am Atlantik.&#8220;<\/em><\/p><p>Die Ortschaften Sslawjansk und Isjum befinden sich Nahe Konstantinowka, wo Anton Steinacher diesen Feldpostbrief schrieb, bevor die Sommeroffensive startete. Wie vermutet, hat sich Anton Steinacher hier, <a title=\"257. Infanterie-Division\" href=\"https:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanteriedivisionen\/257ID.htm\"  target='_blank' rel='noopener noreferrer' rel=\"noopener\">im Juni 1942, in der 1. Panzerarmee der Heeresgruppe S\u00fcd<\/a> in der N\u00e4he von Donezk befunden. Die 257. Infanterie-Division wurde dann ab August 1942 nach Frankreich verlegt, wo sie f\u00fcr das restliche Jahr \u00fcber verblieben ist.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6be3f5e elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6be3f5e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h3 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Historischer Background: Die deutsche Sommeroffensive 1942<\/h3>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f7e91e8 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f7e91e8\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Dieser Feldpostbrief wurde nur ein paar Tage vor Beginn der deutschen Sommeroffensive Ende Juni 1942 in der N\u00e4he der Frontlinie von Anton Steinacher geschrieben.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-86f6159 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"86f6159\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"small-15 large-10 columns abstract\"><p>Am 28. Juni 1942 startete die deutsche Wehrmacht die gro\u00dfe Sommeroffensive. Aufgrund ihrer Schw\u00e4chung durch die Verluste im Winter 41\/42 beschr\u00e4nkte sich der Angriff auf einen 800 Kilometer breiten Frontabschnitt zwischen Kursk und Taganrog (siehe rote Linie auf der Karte). Nach dem gescheiterten Angriff auf Moskau richtete sich Deutschland nun auf einen langen Krieg ein. Aus diesem Grund sollte die Heeresgruppe S\u00fcd die kaukasischen \u00d6lfelder erobern. Mit dem kriegswichtigen Rohstoff verband die Wehrmacht die Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung der eigenen Position f\u00fcr die bevorstehenden K\u00e4mpfe in Russland.<\/p><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-89ed902 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"89ed902\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Wenige Tage nach Beginn der Sommeroffensive erreichte die Heeresgruppe S\u00fcd den Don bei Woronesh. W\u00e4hrend ihr Nordfl\u00fcgel, die Heeresgruppe B unter Maximilian von Weichs, anschlie\u00dfend den Fluss entlang nach S\u00fcdosten Richtung Stalingrad vorr\u00fcckte, stie\u00df ihr die Heeresgruppe A in einer Zangenbewegung von S\u00fcden entgegen. Aufgrund eines strategischen R\u00fcckzugs der Sowjets hinter die Don-Wolga-Linie, sowie in den Kaukasus, misslang die vorgesehene Einkesselung der sowjetischen Armee. Der dadurch erm\u00f6glichte rasche Vormarsch verleitete Hitler zu der Vermutung, die Rote Armee h\u00e4tte entscheidend an Schlagkraft verloren.<\/p><h3>Eine fatale Entscheidung von Adolf Hitler<\/h3><p>Seine neue Weisung f\u00fcr die Sommeroffensive vom 23. Juli 1942 sah daher zwei parallele &#8211; anstatt, wie vorgesehen, nacheinander durchgef\u00fchrte &#8211; Operationen der beiden Fl\u00fcgel vor: W\u00e4hrend die Heeresgruppe B auf Stalingrad angesetzt blieb, sollte die Heeresgruppe A durch den Kaukasus zum Kaspischen Meer vorsto\u00dfen, um die \u00d6lfelder von Grosny und Baku zu besetzen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-df05604 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"df05604\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"small-15 large-10 columns abstract\"><p>W\u00e4hrend der deutschen Sommeroffensive von 1942 waren Ende Juli drei deutsche Armeen der Heeresgruppe A unter Wilhelm List am unteren Don nach S\u00fcden und S\u00fcdosten in Marsch gesetzt worden. Anfang August eroberte die 1. Panzerarmee unter Ewald von Kleist die 300 Kilometer s\u00fcdlich von Rostow gelegenen \u00d6lfelder von Maikop, die ein Hauptziel der Offensive darstellten. Gleichzeitig stie\u00dfen 250 Kilometer \u00f6stlich die 4. Panzerarmee und die 17. Armee nach Pjatigorsk am Fu\u00df des kaukasischen Gebirges vor.<\/p><p>Am 21. August 1942 wehte auf dem Gipfel des Elbrus, dem mit 5.633 Metern h\u00f6chsten Berg des Kaukasus, die deutsche Reichskriegsflagge. Die symbolische, milit\u00e4risch jedoch sinnlose Erst\u00fcrmung des Gipfels kaschierte nur kurz das strategische Desaster der Wehrmacht zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer.<\/p><p>Die durch sowjetische R\u00fcckzugsbewegungen beg\u00fcnstigten gro\u00dfen Raumgewinne hatten erhebliche Nachschubprobleme der Deutschen an Treibstoff und Munition zur Folge. In den unwegsamen Bergregionen konnte der Transport zudem nur mit Maultieren erfolgen, gr\u00f6\u00dftenteils durchgef\u00fchrt von berittenen Kosakeneinheiten, die als Hilfstruppen an der Seite der Deutschen gegen die Rote Armee k\u00e4mpften.<\/p><p>W\u00e4hrend Adolf Hitler Anfang September 1942 in der irrigen Vorstellung schwelgte, zum Kaspischen Meer vorsto\u00dfen zu k\u00f6nnen, kam zeitgleich der mit rund 450 Kilometern zu weit auseinandergezogene Vorsto\u00df zum Stehen. Auf dem linken Fl\u00fcgel gelang es den deutschen Einheiten nach der Einnahme von Mosdok nicht mehr, sich den Weg zu den \u00d6lfeldern von Grosny freizuk\u00e4mpfen. Auch an der Ostk\u00fcste des Schwarzen Meers scheiterte aufgrund wachsenden sowjetischen Widerstands der Versuch, \u00fcber die Kaukasusp\u00e4sse nach Tuapse und Suchumi vorzudringen.<\/p><p>Der R\u00fcckzug aus dem Kaukasus begann anschliessend im Dezember 1942, als die deutschen Armeen aufgrund einer sowjetischen Gro\u00dfoffensive am Don Gefahr liefen, von ihren r\u00fcckw\u00e4rtigen Verbindungen abgeschnitten zu werden. Im M\u00e4rz 1943 standen die Truppen etwa wieder auf der Linie, aus der sie im Sommer ein Jahr zuvor den Vorsto\u00df in den Kaukasus er\u00f6ffnet hatten. Heftige K\u00e4mpfe tobten bis zum Sommer 1943 allerdings noch um den Kuban-Br\u00fcckenkopf vor allem bei Krymskaja und Noworossijsk.<\/p><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mutter und liebe Lisl! 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