In diesem Beitrag wird erklärt wie man Bilder (zum Beispiel in den Formaten .jpg oder .png) kostenfrei und online im Browser (ohne Verpflichtung und etwas installieren zu müssen) in das WebP und AVIF-Format konvertieren lassen kann, um diese Bilder im Anschluss beispielsweise auf der eigenen Website – sozusagen ladezeitoptimiert – zu verwenden. Es gibt natürlich auch Möglichkeiten mit Photoshop und ähnlichen Programmen, allerdings wäre das nicht kostenfrei.
Zusätzlich beschäftigt sich dieser Artikel mit der Frage, welches der beiden Bildformate die bessere Wahl ist. Dies Frage ist nicht so einfach pauschal zu beantworten, jedoch allgemein gilt: Das AVIF-Bildformat bietet häufig die bessere Kompression, WebP punktet jedoch mit breiter Unterstützung und einem unkomplizierten Workflow. Welches Format sinnvoller ist, hängt vom konkreten Einsatz und der technischen Umgebung ab.
Bilder online kostenfrei in WebP und AVIF konvertieren
Eine Möglichkeit besteht darin, eigene Bilder online und kostenfrei in das WebP-Format oder in das AVIF-Format konvertieren zu lassen, in dem man dies über die Website squoosh.app macht. Der einzige Nachteil daran ist, dass man nur einzelne Bilder in einem Arbeitsschritt konvertieren lassen kann. Es ist demnach nicht möglich, gleich mehrere Bilder in einem Vorgang zu konvertieren. Zudem wird das Konvertieren direkt über den Browser ausgeführt. Die Konvertierung erfolgt also direkt im Browser und auf dem eigenen Gerät. Das Ausgangsbild muss daher für die Konvertierung nicht auf einen externen Server hochgeladen werden.
Man kann damit also nicht bereits auf der eigenen Website hochgeladene Bilder (zum Beispiel in WordPress oder ähnlichen CMS-Systemen) konvertieren. Insofern zahlt sich diese Variante eigentlich nur für alle neuen Bilder aus, die zuvor noch nicht online hochgeladen worden sind. Die beste Arbeitsweise wäre dann:
- Eigenes JPG- / PNG-Bild in squoosh.app hochladen
- Das Bild in gewünschtes Format konvertieren und lokal speichern
- Das neue WebP- / AVIF-Bild in WordPress hochladen und verwenden
Die Dateigrößen beziehen sich auf dieses konkrete Beispielbild und können je nach Motiv, Bildgröße und Qualitätseinstellungen deutlich abweichen.
WebP und AVIF bei der Anwendung für Websites im Vergleich
Wie man hier in diesem Beitrag sieht, kann WordPress grundsätzlich mit diesen beiden Bildformaten (WebP und AVIF) umgehen. Wie gut WordPress mit WebP und AVIF umgehen kann, hängt neben der WordPress-Version auch von der verwendeten Bildverarbeitung und der Konfiguration des Hostings ab. Folgende Fragen sind an dieser Stelle zu stellen:
- Kann WordPress das Format beim Upload akzeptieren?
- Kann WordPress daraus die benötigten Bildgrößen/Thumbnails erzeugen?
- Unterstützt die verwendete Bildbibliothek (z. B. Imagick/GD) das Format?
- Kann der Server das Bild korrekt ausliefern?
- Unterstützt der Browser des Besuchers das Format?
Wenn man mit diesen Fragen und dessen Antworten nichts anzufangen weiß, dann sollte man auf jeden Fall vor dem ersten Upload vorsichtig sein.
Achtung bei Bildupload-Problemen in WordPress
Ist die Website und / oder der Server nicht richtig aufgesetzt, kann es unter Umständen bei einem versuchten Bilderupload in WordPress selbst zu einem Error (Fehlermeldung) kommen und eventuell dadurch Upload- oder Verarbeitungsfehler verursachen. Die Ursachen und Möglichkeiten eines Errors können vielfältig sein, daher ist es empfehlenswert, dass man vor dem ersten Bilderupload ein Backup macht, auf welches man im Notfall zurückgreifen kann. Insbesondere wenn man ein Bild im AVIF-Format hochladen will, sollte man zunächst vorsichtig damit umgehen, da es zB im Jahr 2026 noch durchaus der Fall sein kann, dass einige Server noch nicht so ganz gut damit umgehen können. Der Vorteil des WebP-Formates dahingehend ist, dass WebP durchaus (Stand: Jahr 2026) weit verbreiteter ist als das AVIF-Format.
Wenn man demnach das WebP-Format mit dem AVIF-Format vergleichen will, dann ist meine Empfehlung aus dem Jahr 2026 das WebP-Format, da eine weit verbreitete Nutzung in vielen Systemen bereits ohne Probleme erfolgen kann. Damit entscheidet man sich für die derzeit unkompliziertere und breiter unterstützte Variante.
Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich das AVIF-Bildformat nicht als besonders gefährliches Upload-Format darstellen will, sondern aufzeigen, dass Website-Betreiber ohne spezifisches Fachwissen mit dieser Information gewisse technische Probleme vermeiden können.
WordPress-Support bei technischen Problemen mit dem Bilderupload
Wenn Sie Fragen zu diesem speziellen Thema haben, oder Support benötigen, dann stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Senden Sie mir bitte einfach Ihre unverbindliche Anfrage.
Bilder für Ihre Website mit WebP optimieren und Ladezeit verbessern
Da ich grundsätzlich nach wie vor der Einfachheit halber (im Jahr 2026) „noch“ das WebP-Bildformat bevorzugt für Websites benutze, habe ich nur zum Thema „Bilder für Ihre Website optimieren und Ladezeit verbessern“ einen interessanten Fachartikel geschrieben. In diesem Artikel wird beschrieben, wie speziell das WebP-Format auf Websites am besten zum Einsatz kommen kann. Doch nun kommen wir zum interessanten Teil dieses Fachartikels, der die Unterschiede zwischen dem WebP-Bildformat und dem AVIF-Bildformat aufzeigt.
WebP und AVIF im Vergleich
Der offensichtlichste Unterschied zwischen diesen beiden modernen Bildformaten ist die Komprimierung und damit verbundene Dateigröße. Wenn man augenscheinlich zwei völlig identische Bilder (gleiche Abmessungen, gleiches Motiv, …), die eigentlich nur den Unterschied haben, dass das eine Bild im WebP-Format ist, und das andere Bild aus dem AVIF-Format besteht, dann wird man bei der Dateigröße feststellen, dass das AVIF-Bild höchstwahrscheinlich viel kleiner ist (also Ladezeit spart, wenn man dieses Bild auf einer Website verwendet), als das WebP-Bild. Das WebP-Bild ist in Bezug auf die Dateigröße schon viel kleiner als ein „gleichwertiges“ JPG-Bild / PNG-Bild, aber das AVIF-Bild ist nochmals um ein deutliches Stück kleiner. Dieser Punkt geht im Direktvergleich eindeutig an das AVIF-Bildformat, wobei die tatsächliche Dateigröße unter anderem abhängt von:
- Bildmotiv
- Auflösung
- Farbraum
- Transparenz
- Qualitätsparameter
- Encoder
- verwendeten Einstellungen
Die Dateigröße allein ist nicht unbedingt ein sinnvoller Qualitätsvergleich, auch wenn es sich primär um schnelle Ladezeiten auf Websites handelt. Wenn man eine möglichst allgemein gültige Antwort haben will, dann könnte diese so lauten: „Bei vergleichbarer visueller Qualität kann AVIF häufig eine kleinere Datei erzeugen. Die tatsächlich erzielbare Einsparung hängt jedoch stark vom Bild und den Encoder-Einstellungen ab.“
WebP und AVIF für Website-Optimierung: Das Bildformat allein macht noch keine optimale Website
Die Wahl des richtigen Bildformats ist nur ein Teil der Bildoptimierung. Auch ein modernes AVIF-Bild kann unnötig groß sein, wenn beispielsweise die Bildabmessungen nicht zum tatsächlichen Darstellungsbereich passen. Für eine gute Performance sollten Bilder daher in der passenden Auflösung bereitgestellt und über responsive Techniken je nach Bildschirmgröße passend ausgeliefert werden.
Zusätzlich spielen eine sinnvolle Kompression und Qualitätsstufe eine wichtige Rolle. Bilder, die erst weiter unten auf der Seite erscheinen, können per Lazy Loading verzögert geladen werden. Bei besonders wichtigen Bildern im sichtbaren Bereich – insbesondere beim Largest Contentful Paint (LCP) – sollte hingegen darauf geachtet werden, dass sie möglichst schnell geladen werden. Je nach Website können außerdem CDN und Caching die Ladezeiten weiter verbessern.
Wer unterschiedliche Bildformate wie WebP und AVIF parallel anbieten möchte, kann dafür beispielsweise das HTML-Element <picture> verwenden. Entscheidend ist also nicht nur die Frage „WebP oder AVIF?“, sondern das Zusammenspiel aus Bildgröße, Abmessungen, Qualität, Auslieferung und Ladeverhalten. Ein 3-MB-Foto bleibt schließlich auch als AVIF ein unnötig großes Bild.
Häufige Fragen zu Bildformaten für Websites
Wann und warum sollte ich WebP statt AVIF verwenden?
WebP ist eine gute Wahl, wenn eine einfache, zuverlässige und breit unterstützte Lösung gefragt ist. AVIF bietet zwar häufig eine bessere Kompression und damit kleinere Dateien bei vergleichbarer Bildqualität, benötigt aber je nach verwendetem System und Workflow mehr Aufmerksamkeit bei der Verarbeitung.
WebP kann daher besonders sinnvoll sein, wenn die Website möglichst unkompliziert mit unterschiedlichen Systemen und Tools funktionieren soll, bereits ein bewährter WebP-Workflow besteht, Bilder regelmäßig manuell konvertiert und anschließend in WordPress verwendet werden und die zusätzliche Kompression von AVIF keinen entscheidenden Vorteil bringt.
Für eine typische WordPress-Website ist WebP deshalb nach wie vor eine sehr gute und praktische Wahl. AVIF sollte man dennoch nicht als schlechteres Format betrachten: Wenn die technische Umgebung AVIF problemlos unterstützt und eine möglichst geringe Dateigröße im Vordergrund steht, kann AVIF die bessere Lösung sein.
Letztendlich hängt die Entscheidung also nicht nur vom Bildformat ab, sondern auch von der technischen Umgebung, dem verwendeten Workflow und den Anforderungen der jeweiligen Website.
Wann und warum sollte ich AVIF statt WebP verwenden?
AVIF kann die bessere Wahl sein, wenn eine möglichst geringe Dateigröße bei gleichzeitig guter Bildqualität im Vordergrund steht. AVIF erreicht bei vielen Bildern eine bessere Kompression als WebP und kann dadurch die zu übertragende Datenmenge reduzieren. Das kann sich insbesondere bei größeren Bildern und langsameren Internetverbindungen positiv auf die Ladezeit auswirken.
AVIF kann besonders sinnvoll sein, wenn die Website eine möglichst geringe Datenmenge übertragen soll, Bilder möglichst effizient komprimiert werden sollen, die technische Umgebung AVIF zuverlässig unterstützt und die Bilder automatisch in verschiedenen Formaten ausgeliefert werden können. AVIF ist allerdings nicht automatisch die bessere Wahl für jede Website. Wenn die vorhandene WordPress-Umgebung, verwendete Plugins oder der eigene Workflow problemlos mit WebP funktionieren, kann WebP die unkompliziertere Lösung sein.
Wenn maximale Kompression und eine möglichst geringe Dateigröße wichtig sind und die technische Umgebung AVIF zuverlässig unterstützt, spricht vieles für AVIF. Wenn hingegen Einfachheit und ein unkomplizierter Workflow im Vordergrund stehen, ist WebP weiterhin eine sehr gute Wahl.
Was passiert, wenn WordPress AVIF nicht verarbeiten kann?
Wenn die verwendete WordPress-Installation, beziehungsweise die dahinterliegende Bildverarbeitung das AVIF-Format nicht unterstützt, kann es beim Hochladen oder Verarbeiten eines AVIF-Bildes zu einem Fehler kommen. Je nach Konfiguration kann beispielsweise der Upload abgelehnt werden oder WordPress kann keine zusätzlichen Bildgrößen und Vorschaubilder erzeugen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die gesamte WordPress-Mediathek beschädigt wird. In der Regel betrifft das Problem lediglich das jeweilige Bild bzw. den entsprechenden Verarbeitungsschritt.
Wenn AVIF auf dem eigenen System nicht zuverlässig funktioniert, ist WebP eine unkomplizierte Alternative. Wer AVIF verwenden möchte, sollte zunächst mit einem Testbild prüfen, ob der Upload und die Verarbeitung auf dem eigenen Hosting problemlos funktionieren. Bei Problemen lohnt sich außerdem ein Blick auf die verwendete PHP-Bildverarbeitung und die Hosting-Konfiguration.
Für eine Website, bei der möglichst wenig technische Anpassungen notwendig sein sollen, kann WebP daher die praktischere Wahl sein.
Werden meine Bilder bei Squoosh auf einen Server hochgeladen?
Nein, bei Squoosh erfolgt die eigentliche Bildkonvertierung direkt im Browser auf deinem eigenen Gerät. Das ausgewählte Bild wird also nicht für die Konvertierung an einen externen Server übertragen. Das ist besonders praktisch, wenn du Bilder mit persönlichen oder vertraulichen Inhalten optimieren möchtest. Du kannst beispielsweise ein JPG oder PNG direkt in Squoosh öffnen, die gewünschte Bildqualität und das Zielformat wie WebP oder AVIF auswählen und das fertige Bild anschließend wieder auf deinem Computer speichern.
Wichtig: Für die eigentliche Konvertierung ist keine Übertragung des Bildes an einen Server erforderlich. Voraussetzung ist natürlich, dass du Squoosh über die Website aufrufst und dein Browser die benötigte Verarbeitung unterstützt.
Wie groß sollte ein Bild für eine Website sein?
Eine pauschale Empfehlung wie „Bilder sollten maximal 100 KB groß sein“ ist nicht sinnvoll. Die optimale Größe hängt davon ab, wo und in welcher Abmessung das Bild auf der Website dargestellt wird. Wichtiger als eine bestimmte Dateigröße ist zunächst die passende Bildauflösung. Ein Bild, das auf einer Website beispielsweise nur mit 1.200×630 px angezeigt wird, sollte nicht unnötig mit 4.000 × 3.000 px hochgeladen werden. Anschließend sollte das Bild mit einer sinnvollen Qualitätsstufe komprimiert und in einem modernen Format, wie zum Beispiel WebP oder AVIF gespeichert werden.
Als grobe Orientierung gilt: Je kleiner die Datei bei noch guter sichtbarer Qualität ist, desto besser. Viele normale Website-Bilder lassen sich auf deutlich unter 200 kb optimieren. Bei kleinen Bildern sind auch deutlich geringere Dateigrößen möglich. Große Fotos oder besonders detailreiche Motive können dagegen trotz guter Optimierung größer sein.
Für eine schnelle Website sollte daher nicht die Frage „Wie viele KB darf ein Bild haben?“ im Mittelpunkt stehen, sondern: „Ist das Bild so groß wie nötig und so klein wie möglich?“
Zusätzlich können responsive Bilder mit <srcset> und <sizes> dafür sorgen, dass Besucher auf einem Smartphone nicht dieselbe große Bilddatei herunterladen müssen wie Besucher mit einem großen Desktop-Bildschirm.
Noch Fragen?
Wenn Sie Fragen zu diesem speziellen Thema haben, dann stehe ich Ihnen gerne beratend zur Verfügung. Senden Sie mir bitte einfach Ihre unverbindliche Anfrage.




