WordPress-Problematik mit Elementor Google Maps Widget und der DSGVO

Alle Website-Betreiber die schon einmal in den Genuss von DSGVO-relevanten Cookies gekommen sind, wissen wahrscheinlich nur zu gut, dass diese Art von Cookies nicht besonders gut schmecken. Speziell bei der Verwendung von Drittanbieter-Widgets kann es damit zu technischen Reibungspunkten kommen, die man zu Beginn oftmals noch nicht am Radar hatte. Dieses Beispiel ist wieder einmal ein Beleg dafür, dass Widgets und Anwendungen von Drittanbietern zu technischen Problemen führen können, und dass es klug sein kann, nicht auf Applikationen von Drittanbietern zurück zu greifen. In diesem Beispiel geht es um den mächtigen WordPress Elementor Editor, der eine Vielzahl von Widgets (beziehungsweise Elementen) anbietet und damit quasi auch als Drittanbieter-Zwischenstelle fungiert. Im Konkreten geht es in diesem Beitrag um das Google Maps Widget des Elementors. Hier möchte ich aus Datenschutzgründen davor warnen dieses Widget zu verwenden. Warum ich davor warnen will und welche Alternative man hat, das erkläre ich in diesem kurzen Beitrag.

elementor google mpas dsgvo

Warum die Verwendung des Elementor Google Maps Widgets nicht DSGVO-konform ist

Gleich vorweg: In diesem Beitrag geht es mir um das kostenfreie Standard-Google Maps Widget des Elementors (Stand: August 2026), nicht um eine Erweiterung eines anderen Entwicklers. Das native Elementor Google Maps Widget bietet keine integrierte Möglichkeit, die Google-Maps-Darstellung bis zur Zustimmung des Website-Besuchers zu unterbinden. Dadurch kann es in Kombination mit einem Consentmanagement-System zu technischen Problemen kommen, wenn die Einbindung nicht zuverlässig vor dem Consent blockiert werden kann.

Grundsätzlich können Google Maps-Landkarten nicht ohne Weiteres DSGVO-konform in Websites eingebunden werden

Eine eingebundene Google Maps-Landkarte kann datenschutzrechtlich relevant sein, weil bereits beim Laden der Karte personenbezogene Daten an Google übertragen und Google-Technologien bzw. Cookies eingesetzt werden können. Deshalb muss die konkrete Einbindung datenschutzrechtlich und technisch entsprechend umgesetzt werden. Daher sollte die Verwendung für Website-Besucher über ein Consentmanagement-System abgewickelt werden können. Mit WPConsent beispielsweise kann man in der kostenfreien Variante bereits die technsichen Anforderungen für die DSGVO-konforme Verwendung von Google Maps auf der Website gewährleisten.

Google Maps Cookies werden beim Erscheinen der Landkarte geladen

Google Maps ladet zum Beispiel Cookies wie OGP (dieses Cookie wird von Google verwendet, um die Google-Maps-Funktionalität zu aktivieren und nachzuverfolgen) und OGPC (Nutzereinstellungen und Informationen werden gespeichert, während Seiten mit Google Maps aufgerufen werden). Die Website sollte über das Consentmanagement-System in der Lage sein, dass die Google Maps-Landkarte erst geladen wird, wenn der jeweilige Website-Besucher vor dem Laden / Erscheinen der Google Map informiert wird und die Verwendung der Cookies mit einem Klick bestätigt.

Das technische Problem mit dem Elementor Google Maps Widget

Eigentlich sollte es über das Consentmanagement-System kein Problem damit geben das Laden der Google Map (und der Cookies) solange zu verhindern, bis der Website-Besucher seine Zustimmung erteilt. Allerdings verhindert Elementor, beziehungsweise das Elementor Google Maps Widget, dass das Consentmanagement-System der Website diese technische Anforderung umsetzen kann.

Mit anderen Worten: Nach aktuellem Wissensstand (August 2026) ist es technisch nicht möglich, dass man mit dem eigenen Consentmanagement-System das Laden von Google Maps Cookies, die mit dem Elementor Google Maps Widget integriert worden sind, verhindern kann bevor der Website-Besucher die Chance hat, dies auf seinem Endgerät zu verhindern.

Die Lösung und Alternative zum Elementor Google Maps Widget

Die Lösung ist ganz einfach: Wenn man die gewünschte Google Map-Landkarte (den iframe-Code der gewünschten Landkarte) einfach mit dem Elementor HTML-Element einbaut (anstelle des Google Map Widgets), dann lässt sich das Google Maps-iframe ganz sauber und DSGVO-konform über das Consentmanagement-System abwickeln.

Mein Fazit

Aus technischer und datenschutzpraktischer Sicht würde ich das native Elementor Google Maps Widget nicht empfehlen, wenn eine zuverlässige Consent-gesteuerte Blockierung der Google-Maps-Einbindung erforderlich ist. Stattdessen ist ein kontrollierbarer iframe über das Elementor HTML Widget die transparentere und besser steuerbare Lösung.

Weitere Fragen zum Elementor?

Wenn Sie Fragen zu einem speziellen WordPress- oder Elementor-Thema haben, dann stehe ich Ihnen gerne beratend zur Verfügung. Senden Sie mir bitte einfach Ihre unverbindliche Anfrage.

markus steinacher
Markus Steinacher