Heute, am 27. Mai 2026, feiert das weltweit bekannteste Open Source CMS WordPress seinen Geburtstag. An diesem Datum erschien im Jahr 2003 die erste öffentliche Version von WordPress. Damit wird WordPress heute bereits 23 Jahre alt – Happy Birthday WordPress!
Wie alles mit WordPress im Jahr 2003 begonnen hat
Wenn man sich erinnert, wie das Internet im Jahr 2003 aussah, wirkt das aus heutiger Sicht fast unwirklich. Damals waren persönliche Websites oft bloß statische HTML-Dateien. Blogs galten als etwas für technikbegeisterte Freaks und sogenannte Nerds, und Inhalte ins Netz zu stellen bedeutete häufig: Dateien per FTP-Servertransfer hochzuladen, Menüs per Hardcoding zu ändern und zu hoffen, nichts dabei kaputt zu machen. In diese Welt wurde WordPress quasi hinein geboren, ursprünglich gar nicht mit dem Anspruch, das Internet zu verändern, sondern schlichtweg als bessere Blog-Software mit damals neuartigem Ansatz. WordPress entstand aus einem bestehenden Open-Source-Projekt namens b2/cafelog (siehe auch b2evolution) und wurde von Matt Mullenweg und Mike Little weiterentwickelt.
Das Open Source WordPress-Konzept begeisterte die Welt
Interessant daran ist, dass WordPress nie nur einfach ein Programm war. Es hat sich zu einer Art Infrastruktur des Internets entwickelt und international etabliert. Ein Hauptgrund dafür war die Benutzerfreundlichkeit und die starke Community dahinter. Millionen Menschen haben ihre ersten Texte, Fotos, Unternehmensseiten, und sogar Onlineshops damit veröffentlicht. Für viele war WordPress nicht einfach ein Werkzeug, sondern fast schon der Moment, in dem das Internet vom Anschauen zum Mitmachen wurde. WordPress lud richtiggehend zum Mitgestalten ein, und das tut es auch heute noch in gewisser Art und Weise.
WordPress ist nach wie vor Open Source
Eine der bemerkenswertesten Entscheidungen war, WordPress als Open Source zu belassen. Das bedeutete: Jeder durfte den Code ansehen, verändern, erweitern und entsprechend weitergeben. Daraus entstand eine weltweite Community aus Entwicklern, Designern, Übersetzern, Bloggern und Agenturen, die tagtäglich mit und an WordPress arbeiten. Heute erscheinen neue Funktionen nicht nur aus einem Unternehmen heraus, sondern oft aus tausenden kleinen Beiträgen von Menschen auf der ganzen Welt.
Zu einem Teil gehört auch meine Arbeit zum Erhalt und Fortbestand von WordPress, da ich mich bei der Entwicklung meiner Webprojekte an gewisse Standards halte und versuche, das Optimum aus WordPress dabei herauszuholen. Und ich stelle viele meiner persönlichen Expertisen und Erfahrungen rund um WordPress hier auf meiner Website kostenfrei für die Allgemeinheit zur Verfügung. Das ist meiner Meinung nach gelebter Open Source Community-Spirit, den ich bei WordPress immer wieder verspüre. Daher funktioniert das Konzept nach wie vor gut.
Und obwohl WordPress in der Gegenwart oft mit großen Themen wie Block-Editoren, Headless-Architekturen (APIs, Schnittstellen, .. ) oder anderen externen Plattformen verbunden wird, steckt noch immer dieselbe Idee dahinter wie ursprünglich im Jahr 2003: Menschen sollen ohne große Hürden Websites erstellen und Blogbeiträge veröffentlichen können. Die Welt des Internets hat sich in den vergangenen 20 Jahren extrem verändert und WordPress ist diesen Weg mitgegangen, ohne dabei seine Wurzeln ganz zu vergessen – Chapeau!
Es gibt zudem eine schöne Ironie dazu
Viele neue / moderne Plattformen, die heute als „die Zukunft des Webs“ gelten, verfolgen eigentlich letztlich nur etwas, das WordPress schon viel früher populär gemacht hat: Inhalte möglichst ohne technische Barrieren ins Internet zu bringen. Ein Geburtstag also nicht nur für eine Software, sondern für eine geniale Idee, die das offene Internet über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt hat .. und hoffentlich auch weiterhin prägen wird.
Spannend finde ich auch den Aspekt, dass die meisten Menschen irgendwann einmal eine Website besucht haben, die mit WordPress gebaut wurde, ohne es zu merken. Nachrichtenportale, kleine Familienblogs, Vereinsseiten, Magazine und Unternehmens-Websites: Vieles davon läuft im Hintergrund mit der gleichen Idee, die im Jahr 2003 als reines Blogsystem begonnen hat. Und vielleicht ist das der eigentliche Erfolg von WordPress: Nicht, dass WordPress besonders laut (bekannt) geworden ist, sondern dass es für viele einfach zur Selbstverständlichkeit wurde.




